Angstlust

Semesterprojekt Grafikdesign | Wintersemester 2014/2015 | Dozent: Christoph Barth
2015

Jeder Mensch hat Angst. Doch im Laufe unserer Entwicklung sind viele (Ur-)Ängste nicht mehr wirklich nötig, da unsere Gesellschaft unter anderem auch immer sicherer wird. Doch Angst ist nicht immer etwas schlimmes. Jeder kennt den Nervenkitzel, wenn er (als Kind) Mutproben vollbracht hat und Horrorfilme bereiten vielen Menschen eine schaurige Freude. In meinem Semesterprojekt befasse ich mich deshalb mit dem Thema Angstlust und versuche durch eine Plakatserie die Menschen, auf eine humorvolle Art, wieder auf den "Geschmack" von Angst zu bringen.

Beugen Sie sich dicht über den eingeschalteten Toaster. Glühende Drähte. Hitze. Es riecht verbrannt. Die Luft flimmert und die aufsteigende Wärme brennt in Ihren Augen. Sie können sie kaum offen halten. Und obwohl Sie genau wissen was geschehen wird, werden Sie sich unweigerlich erschrecken, regelrecht zusammenfahren und reflexartig ausweichen, wenn Ihnen nach diesem kurzen Moment der Ungewissheit das Brot entgegenfliegt, begleitet vom lauten Klacken des Toasters.
Vertauschen Sie beim Radfahren die linke und rechte Hand am Lenker. Jede kleine Bewegung bringt das Fahrrad zum Zittern, jede Bodenwelle treibt Ihnen den Schweiß auf die Stirn und eine nahende Kurve besiegelt einen fast sicheren Sturz! Inzwischen Perfektionist im Über-kreuz-fahren? Setzen Sie eins drauf und fahren Sie so, natürlich ohne zu bremsen, einen Berg hinunter!

Sie kennen das: Beim Staubsaugen der Wohnung sind sie zu faul, vorher richtig aufzuräumen und saugen lieber um lästige Gegenstände herum. Und flupp, schon haben Sie eine Socke aufgesaugt. Doch versuchen Sie folgendes: Wenn Sie ihren Hamsterkäfig aussaugen, um die alte Bodenstreu auszutauschen, lassen Sie den Hamster einfach mal im Käfig. Zu langweilig? Treiben Sie es auf die Spitze und  testen Sie aus, wie nah Sie an den Hamster herankommen...
Back to Top