Industrielandschaft

Semesterarbeit Fotografie | Wintersemester 2014/15 | Dozent: Marcus Kaiser
2015

Industrie. Für viele ist dieser Begriff mit negativen Bildern verknüpft: Abgase, Schmutz, hässliche Gebäude. Kurzum, die Landschaft wird verschandelt und Industrie und Natur könnten gegensätzlicher nicht sein. Doch eine reine Naturlandschaft ist bis auf wenige Ausnahmen in Deutschland gar nicht mehr zu finden, fast jeder Anblick der sich uns bietet ist eine Kulturlandschaft - Dies ist teilweise sofort zu erkennen, manchmal muss man allerdings auch genauer hinsehen. In meiner Semesterarbeit möchte ich diese Denkweise etwas in Frage stellen. Für mich haben selbst reine Industrieanlagen einen gewisse Schönheit und sind keinesfalls als hässlicher Schandfleck abzustempeln. Auch eine naturnahe Kulturlandschaft kann durch Landwirtschaftliche oder Industrielle Einflüsse ihren ästhetischen Reiz beibehalten, oder ihn sogar steigern. Wenn Schornsteine oder ganze Gebäudeteile regelrecht aus einem Wald hervorwachsen, Windräder in einer reinen Kulturlandschaft kaum auffallen oder Äcker und Strommasten eine doch eher trist anmutende Landschaft abgeben, verschmelzen diese eigentlichen Grenzen zwischen Industrie und Natur oft in ein undefinierbares Landschaftsbild, das keineswegs mehr einer Naturlandschaft entspricht, aber oftmals auch nicht einer durch die Industrie „zerstörten“ Landschaft.

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